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„Jugend musiziert“ 2019
56. Landeswettbewerb Bayern: 12. bis 15. April in Hof

Ergebnisse

Sonderpreise

„Jugend musiziert“ 2019
56. Regionalwettbewerb München
Ergebnisse und Sonderpreise

Violine

Viola

Violoncello

Kontrabass

Akkordeon

Percussion

Duo: Klavier und ein Holzblasinstrument

Klavier-Kammermusik

Zupf-Ensemble (Gitarren-Duo)

Zupf-Ensemble (gemischte Besetzung)

Vokal-Ensemble

Harfen-Ensemble

jugendliche Klavierbegleiter mit Wertung

Sonderpreise des 56. Regionalwettbewerbs München „Jugend musiziert“ 2019

Für eine herausragende Leistung in der Kategorie „Duo: Klavier und ein Holzblasinstrument“ werden Felix Yucheng Huang (Klavier) und Carla Hinterding (Fagott), AG III, mit dem Klaus-Obermayer-Preis ausgezeichnet.

Die herausragende Leistung von Konstantin Egensperger (Klavier) und Marie-Theres Schindler (Klarinette), AG IV, in der Kategorie „Duo: Klavier und ein Blasinstrument“ wurde mit dem Sonderpreis des G. Henle Verlags prämiert.

Lorenzo Matteo Giannotti (Violine AG IV) erhält den Sonderpreis des Musikalienzentrums München – Bauer & Hieber für eine herausragende Leistung in der Kategorie „Violine“.

Der Musikverlag V. Nickel stiftet Sonderpreise aus dem Verlagssortiment für eine herausragende Leistung in der Kategorie „Violoncello“:
AG I a: Leo Leander Hirschmann, Laura Schömig, Olivia Wolf
AG I b: Mathilda Fink, Alma Steinmetz
AG II: Sofia Hillebrenner, Coralie Hoever, Loryn Mansat-Gros, Benedikt Stengel
AG III: Moritz Heupel, Hanna Gudehege
AG IV: Alina Andersohn, Johann Jakob Geuenich, Elena Gröger, Christoph Kilian, Akito Marschik, Cosima Querner, Nils Schieker
AG V: Raquel Conde Holtzmann, Michael Gerstner

Den Sonderpreis der Versicherungskammer Kulturstiftung für eine herausragende Interpretation eines zeitgenössischen Werks erspielte sich Emilia Matthes (Violine AG VI) mit „Nocturne for Violin and Piano“ (1947) von John Cage (1912 – 1992).

Besondere Hinweise zu „Jugend musiziert“

Wie alt bist Du?

Kit Armstrong, ein junger, im internationalen Musikleben bereits sehr erfolgreicher Pianist, hatte auf die Frage nach gleichaltrigen Freunden bzw. Musizierpartnern gemeint: „Ich habe sie nie gefragt, wie alt sie sind, weil Alter keine Kategorie ist, in der ich denke.“ Eine solche Einstellung mag sich der damals 15-jährige Pianist, der schon als Kind in Fachkreisen als Ausnahmetalent galt, leisten.
Bei „Jugend musiziert“ wären wir schlecht beraten, würden wir das Alter nicht eine gewisse Rolle spielen lassen.

Natürlich sind wir begeistert, wenn wir bei unserem Wettbewerb Hochbegabungen erleben und vielleicht über mehrere Jahre begleiten dürfen. Das schmälert jedoch nicht unsere Anerkennung aller jungen Musikerinnen und Musiker und unsere Freude über sie, die sich in normaler, altersgerechter Entwicklung dem Wettbewerb stellen, d. h. wir schätzen die Leistungen nach Maßstäben ein, die bei einer durchschnittlichen Ausbildungszeit, dem entsprechenden Alter gemäß, in etwa zu erwarten sind.
Solches Standardziel zu erreichen, kann dem einen mit Fleiß gelingen, was der anderen durch Begabung möglicherweise etwas leichter „zufliegt“.

Die Berücksichtigung des Alters muss indes bei der Beurteilung ihre Grenzen haben: Innerhalb einer Altersgruppe spielt der genaue Geburtstag eines Wettbewerbsteilnehmenden keine Rolle. Wenn sich Jurys bei den Beratungsgesprächen gelegentlich genauer nach Alter oder Ausbildungsdauer erkundigen, so wollen sie lediglich ihre persönlichen Erkenntnisse bereichern; auf die Ergebnisfindung konnte das keinen Einfluss haben, denn diese ist dann bereits abgeschlossen.
Für die Ensembles wird aus den präzisen Daten der einzelnen Mitglieder ein gemeinsamer „Ensemble-Geburtstag“ ermittelt, der die Zuordnung zu einer Altersgruppe bestimmt. Wie homogen oder wie unterschiedlich die Altersstruktur der Gruppe auch sein mag, sie fließt in die Leistungseinschätzung nicht mit ein.

Zusammensetzung der Jury

Die Jurorinnen und Juroren sind erfahrene professionelle Musikerinnen und Musiker und können aus verschiedenen Bereichen kommen: z.B. Orchestermusiker; freiberuflich Konzertierende; Musikpädagoginnen aus Musikhochschule, Fachoberschule, Musikschule, allgemeinbildender Schule; freiberufliche Musiklehrerinnen und Musiklehrer. Soweit möglich wird versucht, bei der Zusammensetzung der Jury nach unterschiedlicher Herkunft zu mischen. Die Streuung in einer Jury nach Instrumentenherkunft hängt auch von der Kategorie ab und wird bei einer komplexen Kammermusikbesetzung vielfältiger sein als bei den Solo-Wertungen.
In einer Kategorie und Altersgruppe beurteilen alle Mitglieder einer Jury sämtliche Wertungsspiele, also z. B. der Fachmann für Blechblasinstrumente auch das Blockflötenensemble, die Blockflöten-Dozentin auch das Trompetentrio; die Jurorinnen und Juroren, die als Pianistinnen und Pianisten wegen der jugendlichen Klavierbegleiter in der Jury sitzen, auch die Solistinnen und Solisten auf Streich- und Blasinstrument oder im Gesang. Dies sorgt für die Gewähr, dass eine Leistung nicht nur aus der rein instrumenten-spezifischen Sicht eingestuft wird, sondern gleichermaßen allgemein-musikalische Aspekte und die Ensemblewirkung ihr ausreichendes Gewicht bei der Einschätzung der Leistung erhalten. Aus diesem Grund auch werden auf Landes- und Bundesebene (wo in der Regel etwas größere Jury-Gremien gebildet werden können) die Jury-Vorsitzenden bewusst in Wertungskategorien eingesetzt, in denen sie – mitwertend im obigen Sinn – nicht ihre persönlichen Hauptinstrumente zu vertreten haben, sondern die Jury-Standpunkte koordinieren und die Wertung zu einem allseits akzeptablen Ergebnis bringen.

Arbeitsweise der Jury

In einer ersten Arbeitsrunde gibt jedes Jury-Mitglied anonym seine vorläufige Wertung ab.
Ausgehend von diesem ersten Ergebnis tauscht das Gremium Argumente aus und wägt die verschiedenen Gesichtspunkte ab.
Nach Durchlauf einer Kategorie und Altersgruppe nennt jedes Jury-Mitglied offen seine (auf Grund der Diskussion möglicherweise korrigierten) Punkte, die in einem Protokoll festgehalten werden. Aus dem Durchschnitt der Einzelpunkte ergibt sich für jede Wertung eine Zahl mit Dezimalen, die nach vorgegebenem Modus gerundet wird.
Die Jury überprüft und vergleicht noch einmal im Gesamtüberblick die Bewertungen einer Kategorie, einigt sich auf das endgültige Punktergebnis und ermittelt die Platzierung (Preise, Prädikate) auf der Bewertungsskala.
Danach vertreten die Jurorinnen und Juroren (im Beratungsgespräch) nicht mehr ihre persönliche Punktebewertung, sondern das von der Jury gemeinsam erarbeitete Endergebnis.

Beratungsgespräche


Die Beratungsgespräche werden grundsätzlich nur mit den jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geführt (bei Ensembles ist die Präsenz der gesamten Gruppe erwünscht). Die Anwesenheit von Lehrkräften und / oder Angehörigen ist möglich.
In den Beratungsgesprächen wollen die Jury-Mitglieder einige Eindrücke zu dem Wertungsspiel vermitteln und insbesondere Hilfen für die weitere Arbeit und Entwicklung am Instrument oder im Ensemble geben.
Sofern Fragen bestehen oder sich während der Beratung ergeben, sollen diese von den Teilnehmenden in das Gespräch eingebracht werden. Die Erörterungen können sich dabei jedoch nur auf instrumental-technische oder (musik-)gestalterische Bereiche beziehen.

In der Regel werden die Beratungsgespräche nach der Ergebnisbekanntgabe durchgeführt, um den Meinungsaustausch möglichst zielgerichtet und präzise zu gestalten. Der mittlerweile große Wertungsumfang lässt es jedoch in Einzelfällen als sinnvoll erscheinen, noch vor Beendigung einer Altersgruppe Beratungsgespräche anzubieten. Die Jury versucht dafür, am Ende eines Wertungstages zu einem möglichst stabilen Zwischenergebnis zu gelangen. Dennoch behält sie sich vor, die endgültige Entscheidung (u. U. mit geringfügigen Korrekturen der ursprünglichen Wertung) erst nach Abschluss einer ganzen Altersgruppe zu treffen. Allerdings werden dabei Hintergrundinformationen, die sich eventuell aus dem Gespräch ergeben könnten, die Jury in der Ergebnisfindung nicht nachträglich beeinflussen.

Ein Beratungsgespräch ist kein Begründungsgespräch zum erreichten Ergebnis. Im Blickpunkt der Betrachtungen sollte nicht die Punktzahl stehen (sie ist eher als Hilfsmittel der Ergebnisfindung zu erachten – s. a. „Arbeitsweise der Jury“), sondern die Bedeutung von Preis oder Prädikat, je nachdem, welches Ergebnis man auf der Erfolgsleiter erzielt hat. Darauf bezogen wird die Jury im Gespräch die Wertschätzung einer Leistung nicht übergehen, sich indes (angesichts der knappen verfügbaren Zeit) in der Regel etwas ausführlicher der konstruktiven Kritik widmen.
Manchmal verkennen Teilnehmende (in der verständlichen Anspannung eines Beratungsgesprächs) bei den positiven Formulierungen den Versuch einer dezenten Kritik. Zum Stil eines guten Beratungsgesprächs gehört es, die Bereiche, wo kritische Ansätze erforderlich sind, vorsichtig anzugehen und nicht einfach eine Mängelliste aufzustellen. Die Jury maßt sich nicht an, einen kontinuierlichen und systematischen Unterricht ersetzen zu wollen; sie kann nach der „Momentaufnahme“ eines Wertungsspiels kaum Patentrezepte anbieten. So werden in der Regel Verbesserungsvorschläge gemacht, Empfehlungen gegeben, wie ein Problem möglicherweise zu meistern wäre.

Nach den Richtlinien des Projektbeirats „Jugend musiziert“ sind die Jury-Mitglieder an die Weisung gebunden, Stellungnahmen zu den Wertungsspielen nur in Anwesenheit der gesamten Jury abzugeben (im Bedarfsfall muss im Regionalwettbewerb eine Jury möglicherweise geteilt werden). Einzelgespräche sind den Jurorinnen und Juroren nicht erlaubt, Erkundigungen nach Abschluss der Beratungsgespräche nicht mehr möglich.